Augenoptik/Presse
20.03.2003 Von: Der Vorstand

Skiunfälle: Ursache sind häufig Sehfehler


Eine häufig unterschätzte Gefahrenquelle beim Skifahren haben Sportmediziner der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gemeinsam mit Experten der ARAG ausfindig gemacht: Schlechtes Sehen. Beim Skisport lassen sich nach Angaben der RUB 80 Prozent der Stürze ohne Fremdbeteiligung auf Seh- und Wahrnehmungsfehler zurückführen. Dabei könnten gerade diese Stürze mit dem richtigen Durchblick vermieden werden.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tests belegen, dass Sehleistung und Fahrsicherheit unmittelbar zusammenhängen. Maßgeblichen Einfluss auf die Fähigkeit, Gefahrenstellen auf der Skipiste zu erkennen, haben Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit und Tiefensehvermögen (Fähigkeit zur Einschätzung von Entfernungen). Auch das Reaktionsvermögen, die Qualität der Gleichgewichtsregulation und die Bewegungskoordination sind unmittelbar an die Sehleistung gekoppelt.

Den Skifans ist ihre mangelhafte Sehleistung meist gar nicht bewusst, denn Fehlsichtigkeiten entwickeln sich oft langsam, über Jahre hinweg und werden von den Betroffenen häufig erst sehr spät wahrgenommen. Schon aus Unfall vorbeugenden Gründen sollten (Winter)Sportler ihre Sehleistung deshalb regelmäßig – am besten alle zwei Jahre - beim Augenoptiker überprüfen lassen. Nur so können Defizite frühzeitig erkannt und bei Bedarf mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden.