Augenoptik/Presse
16.06.2004 Von: Der Vorstand

Mehr Wettbewerb zwischen Privaten und Gesetzlichen


Wie der Verband der privaten Krankenversicherer mitteilt, wollen sich die privaten Krankenversicherer künftig mehr und mehr den gesetzlich Versicherten öffnen. Angepeilt werden die freiwilligen Mitglieder der gesetzlichen Kassen.

Hierzu hat der Verband der privaten Krankenversicherer jetzt ein Konzept in Berlin vorgelegt, das besagt, dass jeder freiwillig gesetzlich Versicherte bis zu seinem 55. Lebensjahr die Möglichkeit hat, sich mit einem "Basisschutz" privat zu versichern. Der Wechsel soll dabei ohne große Hürden wie Risikoprüfung möglich sein. Außerdem soll niemandem die Aufnahme verweigert werden können.

Der angestrebte Basisschutz unterscheidet sich allerdings von den übrigen Leistungen der Privaten und deckt sich in etwa mit dem Leistungsumfang der gesetzlichen Versicherung. Nach Angaben des Verbanddirektors Volker Leienbach (PKV) zahlen beim Basisschutz die Versicherungen nicht den sonst üblichen 2,3 fachen Satz für Arzthonorare sondern einen zweifachen Satz. Auch die Versicherungstarife werden um fünf bis neun Prozent höher liegen als sonst in der privaten Versicherung.

In diesem Zusammenhang sprach sich der Verbandsdirektor wiederholt dafür aus, die von der Politik beschlossene Anhebung der Versicherungspflichtgrenze von 3375 auf 3825 Euro wieder rückgängig zu machen. Was das Gesundheitssystem brauche sei keine Revolution mit Bürgerversicherung und Kopfpauschalen, sondern ein ausgeglichener und fairer Wettbewerb zwischen gesetzlichen und privaten Krankenkassen.