Augenoptik/Presse
18.04.2007

Bisheriger Leistungsanspruch bei Sehhilfen bleibt bestehen


Mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungsgesetz - GMG), das zum 1. Januar 2004 in Kraftgetreten ist, wurde der Leistungsanspruch bei der Versorgung mit Sehhilfen auf Kinder und Jugendliche sowie auf schwer sehbeeinträchtigte Versicherte mit einer Sehbeeinträchtigung auf beiden Augen entsprechend einem Schweregrad von mindestens der Stufe 1 der entsprechenden Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation begrenzt. Daneben besteht weiterhin ein Anspruch auf therapeutische Sehhilfen, wenn diese der Behandlung von Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in Richtlinien, bei welchen Indikationen therapeutische Sehhilfen verordnet werden.

Eine grundsätzliche Änderung der gesetzlichen Regelungen zum Leistungsanspruch der Versicherten bei der Versorgung mit Sehhilfen ist zurzeit nicht beabsichtigt. Auch mit dem GKV- Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV- WSG) wurde dies nicht geändert. Durch Artikel 1 Nr. 17 b) GKV- WSG wurde die bisherige Regelung des § 33 Absatz 1 Satz 4 bis 7 Fünftes Sozialgesetzbuch zu § 33 Absatz 2 Fünftes Sozialgesetzbuch.

Quelle: Auszug aus einem Schreiben des Bundesministeriums