Augenoptik/Presse
10.07.2009 Von: Der Vorstand

Augenoptiker erkämpft Ordnungshaft bzw. Geldstrafe gegen Augenärztin


Es ist schon ein Trauerspiel: Einem jeden Arzt für Augenheilkunde (masc & fem) in der Bundesrepublik ist bekannt, daß fast jedem, der wegen einer unkorrigierten Winkelfehlsichtigkeit (Wf) unter asthenopischen Befindlichkeiten leidet, mit der vollständigen Augenoptischen Versorgung, deren wesentlicher Bestandteil die Meß- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH) ist, nachhaltig geholfen werden kann.

Wider besseren Wissens "behandeln" die Mediziner diese therapieresistenten Befindlichkeiten und lassen sich dafür auch noch bezahlen. Denn vermutlich berufspolitische Gründe - oder schlimmer noch: der Standesdünkel verbietet, das nicht sein kann, was nicht sein darf: Ein Handwerksmeister hilft, wo die akademisch-medizinische Hilfe versagt. Sicherheitshalber wird vom Augenoptikerhandwerk gefordert, daß die Wirksamkeit der MKH mit Hilfe einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen wird. Diese Forderung ist völlig überflüssig. Keine der von Medizinern zur "Heilung" von Heterophorie entwickelten und angewendeten Methoden und Therapien haben ihre Wirksamkeit durch eine Studie nachgewiesen.

Befragt man die nach heilkundlichem Methoden behandelten Patienten, hört man nicht gerade Schmeichelhaftes. Von den Kosten ganz zu schweigen. Ganz anders die augenoptisch vollständig Versorgten. Sie berichten, daß nach dieser Versorgung ein unendlich langer, zum Teil qualvoller und wirkungsloser Therapieweg endlich zu Ende ist.

Die Folgen dieses Leugnens, daß die MKH, also die vollständige Augenoptische Versorgung mit prismatischer optischer Wirkung nicht schädlich ist, hat nun eine Ärztin für Augenheilkunde zu tragen. Sie hat behauptet, Zitat aus dem Urteil:

*a: "Prismatische Brillengläser bringen keinen Nutzen. Sie nützen dem Augenoptiker, weil der damit Geld verdient. Außerdem muss man nach einer prismatischen Versorgung eine Operation durchführen."

sowie

b. "Der *(Name des Augenoptikers) *macht die Kinder krank!"

*Diese Behauptungen hat ihr das Landgericht Siegen (8 O 5/08) verboten. Bei Zuwiederhandlung hat die beklagte Frau Dr. med. bis zu einer Höhe von 250.000,00 € zu zahlen oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten anzutreten. Warum sagt eine Vollakademikerin die Unwahrheit? Ist es Futterneid, um Patienten an sich zu binden? Für ihre Dienstleistung "Behandeln" läßt sie sich bezahlen, unabhängig davon, ob sie erfolgreich behandelt oder nicht. Der Mediziner schuldet seinem Patienten lediglich die Behandlung, nicht aber den Behandlungserfolg. Es drängt sich hier der Verdacht auf, daß nicht zum Wohle des Patienten behandelt wird, sondern zum eigenen, materiellen Wohle.

Das rechtskräftige Urteil dürfte das Konto der Beklagten um mehr als 3.000,00 € reduzieren haben. Ist es wirklich nötig, sich von einem Landgericht wohlbekannte Tatsachen bestätigen zu lassen? Schade, daß so viel Energie und Kapital sinnlos verplempert wird. Es gibt Wichtigeres zu tun. Wie wäre es mit dem alten Grundsatz: Schuster, bleib? bei Deinem Leisten! Das bringt für alle Beteiligten mehr ein, als seinen Futterneid auszuleben.